Der Vorbeizug der Venus vor der Sonnenscheibe ist ja gerade in aller Munde, am 6. Juni wird man verfolgen können wie der Planet an der Sonne vorbeizieht, im Prinzip eine Mikrosonnenfinsterniss.

In unseren Breiten wird aber nur das Ende zu sehen sein, ab Sonnenaufgang bis etwa kurz vor 7 Uhr. Wobei dank des Wetters im größten Teil Deutschlands aber ausser Wolken wohl nix zu sehen sein wird. Ich werde deswegen erst gar nicht mitten in der Nacht aufstehen sondern das Ganze einfach verschlafen, auch wenn es über 100 Jahre dauern wird bis man so etwas wieder eventuell beobachten können wird (wer weiss schon wie da das Wetter wird).

Im Archiv habe ich immerhin noch den Venustransit von 2004, sonderlich anders wird es diesmal auch nicht aussehen, im Weißlicht betrachtet zieht ein kleines schwarzes Scheibchen vor der grossen Sonnenscheibe vorbei.
O.K. mit der aktuellen Technik und der inzwischen gesammelten Erfahrung wäre die Bildqualität eventuell etwas besser.

2004 war immerhin der komplette Transit zu sehen, ich hatte damals eine Canon 300D ans 500er Skywatcher-Teleskop adaptiert, manuell relativ regelmässig ausgelöst und die Daten auf einen alten Schlepptop übertragen. Mit einer 2 Tage zuvor selbstgeschrieben Software wurden die Bilder ausserdem (fast) live auf meine damalige Website gestellt. Diese „Liveübertragung“ verfolgten damals über 27.000 Besucher aus aller Welt. Hat mich einige extra Euro gekostet wegen dem übermässigen Traffic 🙂

Mit im Vergleich zu heute primitivsten Mitteln entstand aus den Einzelbildern ein kleiner Zeitraffer den ich jetzt wieder „ausgegraben“ habe. Das „Pumpen“ der Sonne und die oftmals unscharfen Bilder sind dabei nicht nur der Technik geschuldet sondern der immensen Luftunruhe an diesem Tag.
Und hier isser, der Venustransit von 2004:

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