Die Tage werden länger, das Wetter besser und man kann langsam wieder Abends in den Himmel gucken ohne sich den Hintern abzufrieren.

Ausserdem sinkt die Sonne immer weniger tief unter den Horizont was die Sichtbarkeit von Satelliten und vor allem der internationalen Raumstation ISS verbessert.

Aktuell ist die ISS meist 2x am Abend zu sehen wenn sie wie ein heller Stern von West nach Ost über den Himmel zieht.
Die Periode der abendlichen Sichtbarkeit geht noch bis zum 19. April dann ist die Umlaufbahn wieder in einem Bereich ausserhalb unseres Blickfeldes in Deutschland. Mitte/Ende Mai wird sie dann in den frühen Morgenstunden wieder sichtbar sein und im Juni dann wieder bis zu 3x am Abend.

Wann die ISS genau am eigenen Standort zu sehen ist erfährt man auf diversen Webseiten, z.B. bei der NASA oder bei Heavens Above. Ich persönlich greife am liebsten auf die Infos bei Calsky zu. Einfach anmelden und den eigenen Standort einrichten dann kann man über den Kalender wunderschön aufrufen was so alles am Himmel zu sehen sein wird.

Sehr schön auch die APP von DLR_next, da kann man dann sogar die Flugbahn für seinen aktuellen Standort auf’m Smartphone sehen. DLR_next bei Twitter zu folgen schadet übrigens auch nicht.

Wer nicht nur gucken sondern auch fotografieren möchte kann das natürlich auch tun, mit etwas Geschick bekommt man solch schicke Fotos mit der Strichspur der Raumstation am Himmel hin:

ISS Überflug 07.06.2014 um 03:22 Uhr plus einige helle Satellitenflares

ISS Überflug 07.06.2014 um 03:22 Uhr plus einige helle Satellitenflares

Schnellanleitung zum knipsen: Objektiv möglichst Weitwinklig, Kamera auf Stativ (Pflicht!), Fokus und alles andere auf manuell (wichtig!), möglichst einen hellen Stern zum scharfstellen nutzen, Blende kann man mal f/5.6 nehmen, 30 Sek. Belichtungszeit und die ISO dann so einstellen das der Vordergrund bzw. Himmel nicht zu hell ist.
Und dann muss man nur noch zur richtigen Zeit in die richtige Richtung knipsen…

Ich werde diese Saison mal probieren ein Bild hin zu bekommen auf dem man Strukturen der Raumstation erkennt. Das wird knifflig, immerhin ist die ISS im günstigsten Fall etwas über 400Km entfernt. Ein erster Versuch von vorhin, frei Hand mit knapp 1600mm Brennweite am 1.6er Crop (7D Mark II):
issfreihand
Nun ja, es ist kein Lichtpunkt mehr. Könnte aber auch ein Klingonischer oder Romulanischer „Bird of Prey“ sein 😉

Nun denn, gehts mal raus, beobachtet, fotografiert und zeigt eure Ergebnisse…

Ich selber werde auch mal schauen ob ich von meinem neuen Wohnort aus noch einmal so etwas wie im Juni 2014 hin bekomme (wird knifflig ohne Balkon):

— UPDATE —
Manchmal gehts auch schief:-)
Der Überflug der ISS am 09.04. war recht hoch. Ich unterschätze das immer wieder mal und so war bei der ursprünglichen Ausrichtung der Kamera die ISS ausserhalb des Sichtfeldes, 14mm Brennweite sind da schnell mal zu lang.
Um die Raumstation wenigstens noch auf dem absteigen „Ast“ zu erwischen habe ich die Kamera während der Belichtung gedreht. Sieht dann im Endergebnis so aus als wenn da ein Besoffener am Steuer sitzt 😉
issfail

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