Fussball muss noch ein wenig warten im „Tagebuch“, nächstes Wochenende will ich erstmal noch 3 Spiele mitnehmen. Stattdessen gibt es heute erst einmal einen Ausflug in die Welt der kleinen Tierchen.
(Update: Mangels Zeit muss der Fussballartikel zur 1Dx immer noch warten, das Teil iss geil!)

Schon nach den ersten Bildern mit der 1D X, die extrem sauber aussahen, dachte ich mir dass das „Sportgerät“ doch sicher auch im Makrobereich eine gute Figur abgeben müsste.
So bin ich also an einem Spätnachmittag zu einer Stelle gefahren wo normalerweise viele Schmetterlinge und sonstige Insekten anzutreffen sind. Leider zeigte sich dort das gleiche Bild wie fast überall diesen Sommer, kaum Falter unterwegs.
„Opfer“ habe ich trotzdem gefunden, sollte ja nur zum testen sein. Allerdings war es ziemlich windig, nicht gerade die beste Voraussetzung für Makros.

Um bei dem ganzen Gezappel von Blüten und Tierchen noch scharfe Aufnahmen zu bekommen habe ich also ISO 1600 bei Blende 8 eingestellt, damit lagen die Belichtungszeiten in der Sonne dann so bei 1/2500 bis 1/4000 Sekunde. Beim AF kam Case 5, „Für unstete Motive die sich schnell bewegen“, zum Einsatz. Ausserdem wählte ich den mittleren AF Punkt als Spot-AF.
Als Objektiv kam das Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM zum Einsatz.
Mit diesen Einstellungen ging es dann auf die Jagd…

Erstes Zielobjekt war ein größerer Weißling.
Müsste ein Weibchen vom Großen Kohlweißling (Pieris brassicae) sein.

Zuerst bekam ich den Kohlweißling nur im Gegenlicht vor die Linse.
Die Aufnahmen (ein Klick auf die Bilder öffnet eine größere Ansicht) sind daher nachträglich vor allem in den dunklen Bereichen etwas aufgehellt worden.
Der AF packte perfekt auf die Augen:
Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)
Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)
Nach einer kleinen Verfolgungsjagd gelang es mir die Sonne in den Rücken zu bekommen und auch ganz nahe an den Falter heranzukommen.
Die Aufnahme kann man locker auf 60x90cm ausbelichten:
Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)

Unterdessen stellte ich fest das sich in der Ecke gut ein halbes Dutzend Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) auch bekannt als Kolibri-Schwärmer herumtrieben.
Hatte ich hier noch nie gesehen, umso erfreuter war ich.

Wer schonmal versucht hat die Kollegen zu fotografieren weiss wie knifflig das ist, stehen wie ein Kolibri für Sekundenbruchteile vor einer Blüte und flitzen dann weiter.
Na dann sollte sich der AF mal beweisen wie er damit klarkommt.
Ich lasse einfach Bilder sprechen…
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

Die hohe Serienbildgeschwindigkeit ist auch hilfreich 🙂
Ich hoffe die animierten Gifs funktionieren bei euch:

Auch im Schatten sitzt der AF, bei 1/640 Sekunde kommt richtig Dynamik ins Bild:
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

Noch etwas Nachschlag, diesmal ganz nah dran:
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

Bisher waren gescheite Fotos vom Taubenschwänzchen eher Glückssache.
Mit diesem Werkzeug in der Hand sieht das schon anders aus.

Gerne hätte ich noch andere Spezies abgelichtet aber wie schon gesagt mangelte es daran.

Auf dem Heimweg erwischte ich immerhin noch eine Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum) beim sonnen 🙂
Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum)

Fazit was Makros anbetrifft:
Absolut stark! Macht richtig Laune und ich hoffe mal das es jetzt im September noch etwas schönes warmes Wetter gibt, dann werde ich sicherlich noch öfters durch die Wiesen robben…

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